Adolf Saenger
Adolf Saenger wurde am 23. März 1884 in Niederdielfen bei Siegen als Sohn von Kleinbauern geboren und machte später eine Lehre als Kesselschmied. 1915 musste er in den Krieg, wurde aber nach wenigen Tagen verletzt und erhielt im Lazarett ersten Zeichenunterricht. Nach einem Aufenthalt im Dortmunder Werkstättenlazarett ging er 1917 nach München an die Kunstgewerbeschule. 1920 zog es ihn nach Berlin, dem damaligen Kunstzentrum Deutschlands. Er lernte an der Hochschule der bildenden Künste diesmal Bildhauerei. 1927/28 sagte er sich von der Bildhauerei los und beschloss, Maler zu werden. Er wurde 1932 Mitglied im Verein Berliner Künstler und lebte bis 1947 zurückgezogen als freier Künstler in Berlin. 1926 und 1939 unternahm er ausgedehnte Studienreisen nach Italien. 1943 wurde sein Atelier durch Bomben vernichtet. Er lebte noch zwei Jahre im Ostteil der Stadt, bis ihn die politischen Verhältnisse zwangen, wieder in die alte Heimat zurückzukehren. Er eroberte sich schnell einen herausragenden Platz in der Siegerländer wie auch der westfälischen Kunstszene und stellte auf zahlreichen Ausstellungen aus. Sänger war Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler. 1952 erhielt er den Kritiker-Preis der Stadt Siegen, 1959 das Bundesverdienstkreuz. Er starb am 7. Mai 1961 . Neben zahlreichen Ölbildern schuf er u. a. Stadtplaketten hir Siegen und Dortmund, das Dr.-Ernst-Menne-Denkmal in Weidenau, die erste deutsche Goldmünze der Nachkriegszeit und die Gedenktafel hir die Gefallenen des II. Weltkriegs in Göttingen.