Hermann Kuhmichel
Hermann Kuhmichel wurde am 4. März 1898 als Sohn eines Schrotthändlers in Eiserfeld geboren. Nachdem er von 1917 bis 1918 Frontsoldat war, machte er eine Forstlehre und arbeitete bis 1926 als Gutsverwalter in Meißen an der Elbe. 1927 entschloß er sich, seine Berufung zum Beruf zu machen und. Künstler zu werden. Er besuchte die Kunstgewerbeschule in Aachen und lernte bei einem Kirchenplastiker die Bildhauerei. Mit einem Freund unternahm er ausgedehnte Stud.ienreisen nach Italien. Der damalige Siegener Museumsdirektor Dr. Hans Kruse holte ihn 1929 nach Siegen zurück, wo Kuhmichel erste Großaufträge erhielt. 1939 zog er erneut in den Krieg und kehrte erst 1945 zurück. Sein Atelier war ausgebombt und viele Werke vernichtet. Doch neue Aufträge kamen, und er schuf noch eine Reihe bedeutender Kunstwerke. Neben den Eisenguss-Plastiken entstanden Sgraffiti, Drahtplastiken und Stickbilder. Er war ein langjähriges Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler. Wichtige Werke sind etwa die "Ausschauende" von 1957, das Relief im Hochhaus der Stahlwerke in Geisweid, die Plastik "die Rufenden" und viele religiös motivierte Werke fiir Kirchen und Kapellen. Hermann Kuhmichel starb am 21. September 1965.